Kapitel

Kapitel 1: ECSTASY OF SOULS

Erstes Kapitel von THE BOOK OF ODDITY „Ecstasy Of Souls“

1. Pale Aurora And The Rhythm Of The Stars

Irgendwo zwischen Zeit und Raum kommt Oddward wieder zu sich und muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass er nun alt geworden ist. Er befindet sich in einer seltsamen alten Hütte und ist überwältigt davon, dass er scheinbar sein ganzes Leben verpasst hat. Wie konnte das passieren? Krampfhaft versucht er sich an seine Vergangenheit zu erinnern, aber es fällt ihm entsetzlich schwer. Missmutig starrt er aus dem Fenster und blickt in die Nacht hinaus, die sehr klar und voller Sterne ist. Und wie er da so zu den Sternen hinauf blickt, beginnen diese plötzlich sich langsam zu bewegen. Es sieht beinahe so aus, als ob sie zu einem sonderbaren Rhythmus tanzen würden. Wie ist das nur möglich? Er schließt die Augen und als er sich beinahe schon im Schlaf wähnt kommen in ihm Bilder hoch. Erinnerungen aus der Vergangenheit und Bilder von einem klaren Nachthimmel voller Sterne und ihr…. Aurora.

In seinen Gedanken erlebt Oddward noch einmal diese unglaubliche Nacht, die er viele Jahre zuvor erlebt hat. Damals, in Skylightville, in dieser Bar, in der er Aurora zum ersten mal getroffen hat. In seiner Erinnerung haben sie wie in einem Rausch die ganze Nacht getanzt und zuletzt ganz alleine, draußen unter dem Sternenhimmel. Und es fühlte sich an als ob sie gemeinsam mit den Sternen zu einem geheimnisvollen Lied getanzt hätten. Ein Tanz, der niemals hätte zu Ende gehen dürfen.

Als Oddward langsam wieder zu sich kommt, versucht er sich krampfhaft wieder in die tröstende Erinnerung zu fliehen, aber diese droht langsam aber sicher nach und nach zu verblassen. Wie im Schnelldurchlauf spult sich Oddwards weiteres Leben vor seinem inneren Auge ab und er droht dabei langsam die Realität aus den Augen zu verlieren. Sein einziger Lichtblick ist Erinnerung an diese eine Nacht, in die er sich immer wieder flüchtet.

Aurora and Oddward im Liebestaumel

2. Black Soul Mantra

Nach seiner Romanze mit Aurora sind viele Jahre vergangen und Oddward führt ein stabiles aber eher unspektakuläres Leben. Er ist meist allein und kommt ständig ins Grübeln. Er hadert mit sich und seinen getroffenen Entscheidungen und wird das Gefühl nicht los dass er an irgendeiner Stelle in seinem Leben falsch abgebogen ist.

Um mehr zu sich selbst zu finden begibt Oddward sich auf eine Reise in sich selbst und erlebt dabei ein Rauscherlebnis, hervorgerufen durch Meditation bzw. Selbsterkenntnis, das ihn gleichermaßen verwirrt wie fasziniert. Aufgeladen mit Energie und Erkenntnis wähnt er sich bereits am Ende seiner Suche nach Erkenntnis und glaubt nun die Essenz gefunden zu haben. Ein großer Irrtum wie sich herausstellen sollte…

Oddward verliert sich in den Untiefen seiner Seele

3. A Taste Of Fire

Nach seinem Trip in die eigene Seele gibt sich Oddward nun hemmungslos berauschenden Substanzen hin. Wie ein Getriebener aber voller Energie stürzt er sich in einen Rauschzustand nach dem anderen und findet großen gefallen am Geschmack der „Sünde“. Auch wenn er zwischendurch immer wieder in tiefe Abgründe fällt, lässt er sich immer wieder auf’s neue verführen. Erstmals vernimmt er eine sonderbar, betörende Stimme, die sich immer mal wieder auch als geisterhafte Gestalt vor ihm manifestiert. Zunächst glaubt er an ein Hirngespinst, nach und nach erlangt ihn jedoch das Gefühl, dass dieses Wesen real ist und ihn zudem in eine Falle locken will.

Trotz aller Warnhinweise lässt er sich aber erneut von den Verheißungen verführen, da er sich dadurch die ultimative Erfüllung erhofft. Schließlich öffnet die Verführerin ein mysteriöses Portal aus Flammen, hinter welchem sie ihm die Entdeckung der „goldenen Essenz“ verspricht. Oddward zögert kurz, jedoch sind die Verlockungen und der Drang nach Erkenntnis so stark, dass er es in kauf nimmt, auch wenn die Flammen drohen ihn zu verbrennen.

Oddward im Rausch der Sinne!

4. Waves Will Wash Away The Emptiness

Er kann sich zwar nicht mehr daran erinnern, aber wie durch ein Wunder hat Oddward das Feuer und damit auch den Rausch überlebt. Ausgebrannt und kraftlos findet er sich an einem großen weiten Strand wieder. Vor ihm liegt das große offene Meer. Zunächst verwirrt durch die Szenerie und auch etwas beängstigt durch die große Weite, findet er langsam gefallen an der Ruhe und der Einsamkeit. Tatsächlich erinnert ihn der Ort an den Strand von Skylightville, jedoch wirkt hier alles so verlassen und irgendwie aus der Zeit gefallen. Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen.

Zunehmend berauscht er sich an dem aufkommenden Wind und dem langsam einsetzenden Regen. Schließlich sorgen das monotone Meeresrauschen und die wiederkehrenden Wellenbewegungen dafür, dass alle Gedanken, alle Unruhe und auch der letzte Rest von Euphorie sich im Meeresrauschen auflösen und von den Wellen fortgetragen werden. Bevor die Wellen über ihm hereinbrechen, meint Oddward Aurora am Strand stehen zu sehen, oder ist es doch wieder die mysteriöse Gestalt?

Oddward lässt sich von den Wellen berauschen